By Nils C. Bandelow, Wilhelm Bleek

Das Spannungsverhältnis zwischen Einzelinteressen und kollektivem Handeln ist ein klassisches Phänomen der Politik. Die Beiträge des Bandes behandeln dieses Thema aus verschiedenen theoretischen und methodischen Perspektiven. Dabei wird deutlich, dass in der modernen Politikwissenschaft zentrale Argumente der politikwissenschaftlichen Ideengeschichte mit neuen Methoden bestätigt werden.

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Interessenvermittlung und Policy-Making Josef Schmid 1 Einleitung Interessenverbände fokussieren sich auf die Institutionen des politischen Systems, ähnlich wie Blumen sich der Sonne zuneigen – um ein klassisches Bild aufzugreifen. Daher wird mit zunehmender Bedeutung der Europäischen Union diese zum Gegenstand verbandlicher Strukturbildungen und Aktivitäten. Dazu liegt inzwischen eine Fülle an Forschungsergebnissen vor, bei denen zunehmend speziellere Thesen und elaboriertere Methoden zum Einsatz gebracht worden sind.

Sind dabei erhebliche Leistungen nötig, die zwischen der Unmenge an existierenden Interessen und Bedürfnissen eine Auswahl ermöglichen. In diesem Zusammenhang kommt den Aushandlungs-, Kooperations- und Vermittlungsprozessen in und durch Verbände und den damit verbundenen Selektions- und Transformationsleistungen eine wichtige Rolle zu. Der Konstanzer Politikwissenschaftler Leonhard Neidhart ist der Problematik der Interessenvermittlung genauer nachgegangen und betont: „Wenn unter Interessenvermittlung die Einbringung (die Definition, die Polarisierung, die Artikulation und Repräsentation), die Vertretung, die Vermittlung (Aggregation) und die Abwägung von Interessen im Zusammenhang mit der Herstellung staatlicher Entscheidungen gemeint sind, dann gehören zu einer derartigen Analyse selbstverständlich auch jene Prozesse der Nichteinbringung, der Nichtvertretung und Nichtberücksichtigung von Interessen hinzu.

These conflicts are carried out in ministerial decision networks on every cross road in national politics“ (Wolfswinkler 2005: 12). Interessenvermittlung basiert in solchen Fällen häufig auf personenbezogenen Netzwerken, die Organisationen und deren Lösungspotentiale um öffentliche Fördermittel gruppieren. Auf diese Weise bilden sich immer wieder neue Organisationen – ineinander geschachtelte Verbände mit hoher Überlappung – , hinter denen jedoch immer dieselben Personen mit teilweise äußerst heterogenen Interessen stehen.

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