By Rolf Blandow Dipl.-Sozialarbeiter, Judith Knabe M.A., Dr. habil. Markus Ottersbach (auth.), Rolf Blandow, Judith Knabe, Markus Ottersbach (eds.)

Nach einer 40-jährigen Akzeptanzphase fristet die Gemeinwesenarbeit (GWA) als eine der drei klassischen Methoden der Sozialen Arbeit inzwischen speedy ein Nischendasein. Auch in den Studiengängen der Hochschulen taucht sie als eigenständiges und explizites Angebot kaum noch auf. Bedeutet dies, dass sie überflüssig geworden ist? Oder ist sie eher zu einem selbstverständlichen und damit äußerlich eher unsichtbaren Bestandteil der Sozialen Arbeit avanciert?

Um auf diese Fragen Antworten zu finden, muss zunächst die Entwicklung der GWA rekonstruiert werden. Dargestellt wird, unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen und mit welchen Zielen die GWA in den 1960er Jahren hierzulande angetreten ist, wie sich ihre Rolle mit der Zeit verändert hat und wie Theorie, Praxis, Politik und Verwaltung jeweils heute die Rolle der GWA definieren. Zudem wird diskutiert, in welchem Verhältnis die GWA zu neueren Konzepten wie der Sozialraumorientierung steht und ob sie ihre kritische Haltung heute noch erfolgreich einlösen kann.

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Abbildung 2: Sozialraumorientierung und Gemeinwesenarbeit im Vergleich Quelle: Schönig (2008, S. 121) Aktuelle Varianten, Zielgruppen und Haltungen der Gemeinwesenarbeit 33 Die inhaltsreiche Schnittmenge beider Begriffe umfasst zunächst die grundlegende Zielrichtung dieser Sozialen Arbeit. Grundsätzlich orientiert sie sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen in einem Sozialraum, will die strukturelle Situation in diesen Sozialräumen verändern und greift hierzu wesentlich auch auf Ressourcen vor Ort zurück.

Den Beitrag von Michael Kühne in diesem Band). In der traditionellen Literatur zur Gemeinwesenarbeit wird dieser 38 Werner Schönig Ansatz als ‚kategorial‘ bezeichnet. Heute spricht man weniger von kategorial und eher von einer Zielgruppenorientierung, und diese ist aus den aktuellen Konzepten der Gemeinwesenarbeit nicht mehr wegzudenken und zunehmend bedeutsam – auch durch den Wunsch der Kommunalpolitik bedingt, einzelne Zielgruppen im Stadtteil besonders zu unterstützen. Frauen und Männer, Junge und Alte, Familien, Migranten unterschiedlicher Herkunft und andere Personengruppen sehen sich oft mit ihren Problemen alleine.

Wiesbaden. Knopp, Reinhold/Nell, Karin (2010): Keywork4 – ein neuer Ansatz für bürgerschaftliches Engagement mit Eigensinn. ) (2010): Das offene Museum. Ehestorf, S. 67–86. ) (2007): Keywork. Neue Wege in der Kultur- und Bildungsarbeit mit Älteren. Bielefeld. 58 Reinhold Knopp/Anne van Rießen Kreuzer, Volker (2006): Altengerechte Wohnquartiere. Stadtplanerische Empfehlungen für den Umgang mit der demografischen Alterung auf kommunaler Ebene. Dortmunder Beiträge zur Raumplanung 125. Dortmund. Lessenich, Stephan (2009): Mobilität und Kontrolle.

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